Das Unternehmen Thüringer Fahnenfabrik Chr. Heinr. Arnold wurde am 1. Mai 1857 von Christian Heinrich Arnold in Sonneberg gegründet und zog im selben Jahr nach Coburg. Mit dem seltenen Handwerk der Gebildsticker werden Fahnen für staatliche und militärische Zwecke wie Standarten und Banner hergestellt. Auf Grund des Erfolges wurde der Inhaber zum Herzoglich Coburg'schen Hoflieferanten ernannt. Nach Christian Heinrich Arnold ging das Unternehmen 1901 in den Besitz von Willy Heinrich Schneider über. Als Inhaber erhielt er den k.u.k. Hoflieferantentitel

In der Blumenstrasse stickte ebenfalls eine Fahnenstickerei die Coburger Fahnenfabrik Inh. Christian Wittmanngegr. 1870 Coburg.

 

Herr Carl Koch war Chefzeichner in der Hildesheimer Fahnenfabrik und zog 1893 von Minden in Westfalen nach Coburg, um  in der Thüringer Fahnenfabrik die Leitung des Chef Zeichners und Grafiker zu übernehmen. Im Jahre 1925 gründete er selbst eine eigene Fahnenstickerei Carl Koch Coburg in der Querstr.8. Durch sein Wissen über die Heraldik und als anerkannter Zeichner, entwarf er das Coburger Wappenschild mit einem Schwert, da der Coburger Mohr in der Nazizeit absolut verpönt war. Diese Wappen ist heute noch im Coburger Convent vorhanden. 

 

So waren tatsächlich zur gleichen Zeit 3 Fahnenfabriken in Coburg ansässig. Die Wirren nach dem Ersten Weltkrieg überstanden die Fahnenfabriken. Sie produzierten  während der Nazizeit auf höchsten Niveau.

Mit  einem hohen Übernahmepreis der Firma Coburger Fahnenfabrik ging diese an die Thüringer Fahnenfabrik. Somit war die Coburger- und Thüringer Fahnenfabrik entstanden. Mit dem Zusammenschluss Coburg nach Bayern musste die Firma umbenannt werden zu der Coburger Fahnenfabrik.

 

Mit dem Kriegsende ging die Firma Carl Koch, der gefallen war, an seinen Sohn August Koch über. Er war  ebenfalls, wie sein Vater, ein  exzellenter und begabter Zeichner. 

 

Erst 1957 übernahm Fahnen Koch Coburg Inh. August Koch das Unternehmen  Coburger Fahnenfabrik Inh W.Erich Schneider und verschmolz es mit seinem eigenen Betrieb in der Querstraße 8. Der Name Thüringer Fahnenfabrik wurde weiterhin, zwar untergeordnet in der Werbung, im Namen fortgeführt.

 

In der Coburger Fahnenfabrik August Koch & Sohn wurde in den 1970er Jahren die Drucktechnik mit Magnetbalken eingeführt. Nach dem Tod von August Koch 1976 übernahm der Sohn Dipl. Ing. Hartmut Koch das elterliche Unternehmen und gründete die Firma Bayerische Flaggendruckerei als Tochterunternehmen in Meeder.

 

Die Thüringer Fahnenfabrik wurde nach der Wende am 10. Mai 1991 in Erfurt als GmbH wieder belebt.

 

2002 wurde von Fahnen Koch der Produktionsstandort von Meeder (Bayern) nach Eisfeld in Thüringen verlegt. Das Unternehmen hatte große Siebdruckanlagen und neue Nähmaschinen für die Herstellung.

 

Heute im 21 Jahrhunder!

.. modernste Maschinen, wo einst viele Stickereinen waren.